World Class
Bearing Technology

Die Brücke über den Hardangerfjord in Norwegen ist nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2013 mit einer Spannweite von 1310 Metern eine der größten Hängebrücken der Welt. Dass der Verkehr 53 Meter über dem Meeresspiegel über die „norwegische Golden Gate Bridge“ dennoch sicher fließen kann, dafür sorgen insgesamt 128 Gelenklager der Federal-Mogul DEVA GmbH aus Stadtallendorf. An diesen Loslagern werden die Fahrbahnen der Brücke mit den Hängeseilen an den beiden 220 Meter hohen Brückenpylonen verbunden. Sie gleichen die Bewegungen der Fahrbahn aus, die durch Wind oder Vibrationen aufgrund des Verkehrs entstehen.

Die DEVA-Anwendungsingenieure setzen bei den Lagern als Gleitmaterial selbstschmierende Verbundgleitwerkstoffe ein. Den Auftraggeber, die norwegische Straßenverwaltung Statens Vegvesen, überzeugte die hohe Leistungsfähigkeit der Materialien, die auch unter Extrembedingungen ihre grundlegenden Funktionen behalten.

Federal-Mogul hat speziell für diesen Einsatz eine auf die Anforderungen abgestimmte Lösung entwickelt. Dabei handelt es sich um 120 Gelenklager mit einem Bolzendurchmesser von 160 Millimetern. Für die Haupthalteseile direkt neben den beiden Brückenpylonen werden acht Gelenklager mit einem Bolzendurchmesser von 300 Millimeter eingesetzt. Alle Gelenkkugeln bestehen aus rostfreiem Stahl, in die ein Gleitlager aus deva.bm® eingepresst  wird. Das Lagergehäuse bildet ein zweiteiliger Kugelring, der ebenfalls mit deva.bm® ausgekleidet ist. Dagegen sind die Anlaufscheiben zur Aufnahme von Axialkräften aus deva.metal® gefertigt. deva.bm® ist ein dünnwandiger, selbstschmierender Verbundgleitwerkstoff, bestehend aus einen Stahl-, Edelstahl- oder Bronzerücken mit einer deva.metal® Gleitschicht, einem Sinter-Werkstoff mit gleichmäßig eingelagertem Festschmierstoff. 

Lange Zeit galt die Eisenbahnbrücke über die Hafeneinfahrt in Valencia als größte Eisenbahnklappbrücke der Welt. Die Spannweite misst von Lagerpunkt zu Lagerpunkt 98 m. Auch große Kreuzfahrtschiffe können die Brücke durchqueren. Die zu bewegende Masse beträgt 1.000 Tonnen je Brückenhälfte. Das System der Klappbrücke wurde gewählt, weil hohe Anfahrtsrampen städtebaulich nicht möglich waren. Die Brücke wurde für den Eisenbahn- und für den Straßenverkehr errichtet.
Bei diesem Projekt war Verlässlichkeit oberstes Gebot.

Die DEVA-Anwendungsingenieure setzen bei den Lagern als Gleitmaterial deva.glide ein. Die besondere Herausforderung für die Brücke besteht zum einen in den hohen Lasten und gleichzeitige Forderung nach niedrigen Reibungskoeffizienten über die gesamte Betriebsdauer.

deva.glide-Werkstoffe bestehen aus hochverschleißfesten Kupfergusslegierungen, deren Gleitflächen gleichmäßig mit Festschmierstoffdepots in so genannter „Makroverteilung“ versehen sind. Diese sind dem Bewegungsablauf entsprechend angeordnet. Die hohe Dichte der Bronze gewährleistet eine hohe Belastbarkeit. Im technischen Trockenlauf wird deva.glide mit einem 10 bis 20 μm starken Einlauffilm versehen, der bereits beim ersten Kontakt der Gleitpartner einen Festschmierstofftransfer zum Gegenwerkstoff ermöglicht.

Über der Eisenbahntrasse des Hauptbahnhofs Oslo S führt ein Fussgänger-, und Fahrradr­brücke, welche die Stadtteile Grønland und Bjørvika miteinander verbindet. Im Querprofil ist eine der beiden transparenten Seitenwände rechtwinklig zum Boden geführt, während die andere Seitenwand geneigt und zickzack-förmig verläuft. Auf dem Boden ist ein rauer Belag eingebracht, der die glatten Gläser kontrastiert, und beim Gehen angenehm knirscht. 2m hohen Wände umfassen die Ränder der Brücke. Der größte Abstand ist 67m und die Breite der Brücke beträgt 6m. Auf der Brücke finden wir auch einen höchst interessanten Klanghintergrund, der von den umliegenden Stadträumen herrührt. Diese Klangatmosphäre und der Blick in die einzelnen Stadträume fasziniert und erleichtert den Gang über die rund 206m lange Brücke.

Das Mikrogefüge von deva.metal® enthält je nach ausgewählte Legierung unterschiedliche Festschmierstoff-Verteilungsstrukturen, die je nach anwendungspezifischer Anforderung eingesetzt werden. Zudem unterscheidet DEVA zwischen vier Belastungsfällen in Bezug auf die Lagerbelastung. Dies geschieht, um die Ermüdungseinflüsse unter dynamischer Belastung zu berücksichtigen. Die prozentualen Werte beziehen sich auf die Grenzwerte, die in den Werkstoffdatenblättern oder technischen Handbüchern angegeben sind. Unsere Anwendungsingenieure unterstützen die Kunden bei der Auswahl der Gleitwerkstoffe, konstruktive Gestaltung und Anpassung an individuelle Bedürfnisse, Lebensdauerabschätzung, Montage und vieles mehr. So wurde der Einsatz von Gelenklager mit einem Werkstoffsystem ausgesucht, dass unter statische Belastung von 230MPa und eine dynamische Belastung von 115MPa eingesetzt werden kann.

Das beste Produkt nützt nichts, wenn es falsch eingesetzt wird. Profitieren Sie deshalb bei der Lagerauslegung und Berechnung von den Erfahrungen und dem Wissen unserer Ingenieure.

Unsere Denkweise, unser Lösungs-Know-how sowie die Stärken unserer Werkstoffe ist immer gleich geblieben. DEVA Materialien bewähren sich schon immer dort, wo andere Lagerarten an ihre Grenzen kommen. Das liegt zum einen an der zugrunde liegenden Werkstoffkonzeption, die besondere Leistungsmerkmale mitbringt. Das liegt aber auch an einer Eigenschaft, die uns bei aller Tradition „jung“ hält: Wir denken in Lösungen. Wir arbeiten uns in die Anforderungen unserer Kunde stets von Neuem ein und entwickeln dann das passende Gleitlager. Dafür kennt man uns, und damit wachsen wir oft über dem Niveau des allgemeinen Maschinen- und Anlagenbaus. Weil wir die enorme Vielfalt bereits sehr lange kennen, verfügt das DEVA Team über einen großen Erfahrungsschatz, den wir in Konzeptions- und Beratungsphasen einbringen.

Gleitlager für anspruchsvolle Anforderungsprofile zu entwickeln, ist unser Selbstverständnis. Da Gleitlager ohnehin „eine Wissenschaft für sich“ sind, profitieren unsere Kunden in ganz besonderem Maße von der langjährigen DEVA Erfahrung, denn:
Je schwieriger eine tribologische Aufgabenstellung, desto wichtiger die Erfahrung im Detail. Das breite Spektrum der DEVA Werkstoffsysteme bildet eine ausgezeichnete Grundlage für maßgeschneiderte, spezifische Lösungen – und natürlich entwickeln wir unsere Gleitlagetechnologie auch ständig weiter. Wir bringen durch unsere Herkunft als hoch spezialisiertes mittelständisches Unternehmen mit eigens konzepierten großen Anzahl von Prüf-ständen und eine Vielzahl von Analysemessgeräten alle jene Vorraussetzungen mit, die man für eine flexible, schnelle Antwort auf Kundenanforderungen braucht.

Es sollte heute zwar eine Selbstverständlichkeit sein, erwähnen wollen wir es aber doch: Wir sichern unser hohes Qualitätsniveau durch ein Managementsystem für Produkt-, Verfahrens- und Systemqualität. Wir erfüllen die Forderungen der Normen DIN ISO 9011:2000 und DIN EN ISO 14001 sowie ISO/TS 16949:2002. DEVA Gleitlager-Lösungen sind hoch ausgereifte, immer wieder auf Herz und Nieren  geprüfte Produkte für anspruchsvolle Anwendungen. 

Produktsicherheit gewährleisten wir unseren Kunden durch tägliches Qualitätsdenken der Mitarbeiter und konsequentes Qualitätsmanagement seit vielen Jahren. Durch die Einhaltung hoher Standards erhalten wir erfolgreich durch regelmäßige Audits Zertifikate und Kundenauszeichnungen. Über unsere Website www.deva.de können sich unsere Kunden eigenständig mit den DEVA Werkstoffsystemen vertraut machen. Unsere Lieferprogramm sowie unsere Handbücher vermitteln umfassendes Basiswissen zu Werkstoffeigenschaften und typischen Einsatzbereichen. Zudem können Sie unsere Zertifikate direkt auf unsere Webseite  www.deva.de/de/zertifikate downloaden. Zudem bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihre Zertifikate der Werkstoffprüfung online auf Echtheit zu überprüfen. Durch die Eingabe der Daten "Auftragsnummer", "Auftragsposition" und "Zertifikatsschlüssel", wie auf Ihrem Zertifikat abgedruckt, erhalten Sie automatisch die Zusendung der Prüfung.  

Noch etwas ist wichtig für individuelle Lösungen: die Nähe zum Kunden. DEVA  Beratungskompetenz ist weltweit zu Hause. Unser Service-Netz umfasst derzeit 40 direkte Vertriebsingenieure weltweit (davon acht in Deutschland). Mit diesem Netz leisten wir qualifizierte Beratung vor Ort in allen Gleitlagerfragen von der Werkstoffauswahl bis hin zur Gleitlagerprüfung. Und natürlich schulen wir auch Mitarbeiter unserer Kunden vor Ort im Umgang mit spezifischen Gleitlager-Lösungen.

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